Montag, 17. Januar 2011

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Eine Woche Funkstille. Mein Konto hat sich gut entwickelt, es liegt jetzt bei fast 100.000 Euro:

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Nee. Schön wär’s. Stimmt natürlich nicht.

Tatsächlich habe ich mein Winzkonto mal wieder geschrottet. Weil ich zu nah dran war. Weil ich Signale aus dem Tick-Chart generiert habe. Weil ichgegen den Markt gekämpft habe. Ich habe mich den Bullen mit einigen neunmalklugen Shorts in den Weg gestellt – und wurde niedergetrampelt.

Zu blöd. Denn eigentlich hatte ich genau den richtigen Plan. Die Unwucht kam rein am vergangenen Montag, 10. Januar. Hier nochmal der Chart vom Open:

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Seht ihr diesen quergelegten hellblauen Kanal? Der markierte ein Gap von der Vorwoche. Der langgehegte Plan: Am unteren Ende des Kanals long gehen.

Der Plan war goldrichtig. Das war das Tief des Pullbacks. Ich also long. Aber weil ich zu nah dran war, weil ich eben im Tick-Chart rumgehampelt habe, weil ich die 200-Punkte Chance nicht mehr sah – bin ich viel zu rasch raus aus der Position.

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Das hat mich geärgert.

Und weil ich unterschwellig wusste, dass das ich einen Fehler gemacht hatte, weil der Kurs stieg und stieg, und weil ich zu den “Kämpfertypen” gehöre, die, wenn sie einen auf die Nase bekommen, um jeden Preis wieder aufstehen und zurückhauen wollen… habe ich am Montag, am Dienstag und am Mittwoch viel zu oft und viel zu schlecht gehandelt.

Bis das kleine Konto Schrott war…

Schade eigentlich.

Meinen Kontostand täglich veröffentlicht, wie angekündigt – habe ich natürlich auch nicht. War mir echt zu peinlich.

Also noch mal auf die Schulbank. Mit einem Probekonto. Und weiter üben. Ich habe die vergangenen Tage genutzt zu intensiver Recherche – und, ja, werde weiter Eröffnungen handeln. Aber nie wieder vom Tickchart aus. Sondern immer von höheren Zeitebenen, mindestens vom Stundenchart aus. Mit dem Blick auf das große Ganze.

Überhaupt: Auch wenn der DAX gerade am 52 Wochen-Hoch hängt – die großen Trends sind woanders. Nicht in den Aktien-Indices. Erstaunlich, aber wahr: Ganz stark ist im Augenblick das Pfund. Vor allem: GBP/AUD und GBP/CHF.

Das sieht man hier, im Vierstunden-Chart, darunter ein SMA (30) auf einem RSI (30). Der SMA ist über 60.

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Das ist meiner Erfahrung nach der klassische Wendepunkt: Entweder dreht der Kurs hier wieder ab. Oder er steigt weiter, und dann beginnt eine dieser ganz scharfen Ralleys. In der man die vielen Rücksetzer bestens handeln kann.

Darauf werde ich in dieser Woche vor allem achten.

Dax+Dow sind oben. Ausbrüche handeln, nach unten handeln? Macht erstmal wenig Sinn. Also heißt es da zunächst… warten.

Nikolas

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Montag, 10. Januar 2011

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15:47 Uhr, ein Blick auf den Chart:

Gap-Down, wird zunächst verkauft. Das ist Zeichen großer Schwäche. Was daraus wird?

Und hier noch mein Kontoauszug:

Wie war das Trading am Freitag?

Mist, ich erinnere mich gerade nicht…

Irgendwie erfolgreich. 100 Euro oder so gewonnen. Warum ich mich gerade nicht erinnere? Gleich mehr.

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Nikolas

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Freitag, 7. Januar 2011

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15:30 Uhr, ein Blick auf den Chart:

Die Zahlen um 14:30 Uhr – wurden uneinheitlich aufgefnommen. Im Augenblick steigt der Markt. Ich bin mit einer winzigen Long-Position dabei.

Auffällig – der Zusammenbruch des Schweizer Franken, man sieht es in meiner Übersichtstabelle, in der ich die Haupt-Währungen in Zeittakten von 10 Minuten bis 3 Monaten verfolge.

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Ich eröffne eine mittelfristige Long-Position im CAD-CHF – auch wenn ich eigentlich nur Währungen trade, die außerhalb der Starc-Bands notieren (132-132-3), also einen klaren Trend aufweisen.

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Wie sich die Positionen entwickeln?

Ich halte euch auf dem laufenden.

Nikolas

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Donnerstag, 6. Januar 2011

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Ein Blick auf den Chart:

Also:  Fehlausbruch über das Vortageshoch, bisher. Das Gap ist fast abgebaut. Ein guter Long-Einstieg wäre – unter dem bisherigen Tagestief. Auch wenn ich ja, ich habe es geschrieben, mittelfristig bärisch bin. Morgen um 14:30 Uhr ist Großkampftag. Non-Farm-Payroll. Unwahrscheinlich, dass sich bis dahin viel tut.

Nikolas

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Ganz kurz der Nachtrag am nächsten Morgen: Es kam dann doch wieder anders… doch noch am gleichen Tag ein Schuss nach unten. Ich habe ihn schön mitnehmen können, einen kleinen Gewinn gemacht, und ihn dann nach 20 Uhr wieder verdaddelt…

Jedenfalls – hier zunächst der Chart:

Wie ich eingestiegen bin?

Nun, ich trade ganz konkret im 88-Tick-Chart, und habe dort ein supersimples SMA-System (11/44). Während ich Seitwärtsbewegungen, genauso simpel, den SMI bemühe. Wobei ich beiden nicht sklavisch folge – in meinem Trading ist ein hohes diskretionäres Element. Ob das gut ist? Bislang nicht.

Die Frage ist ja immer – hast du ein gutes Blatt?

Und hier, und das ist eine Premiere, und wird von nun an ebenfalls jeden Tag geschehen – veröffentliche ich mein Konto. Mein winziges Konto… jaja… mir geht es wie so vielen unter euch: Anfangs tüchtig auf die Nase bekommen, nun vorsichtig geworden, also nur kleine Beträge riskieren… was die bekannten Nachteile beim Money Management hat.

Jedenfalls, das ist meine Hoffnung: Das mich das Lautdenken, das Öffentlich-Überlegen, das Kontozeigen vor den teuersten Fehlern bewahrt.

Die Frage ist ja immer: Hast du ein gutes Blatt? Klar: Niemand kann den Markt vorhersehen. Aber dass es Situationen gibt, in denen die Gewinnchancen hoch, und andere, in denen sie minimal sind – das wissen wir alle.

Und mit so einem kleinen Konto sollte man natürlich nur dann handeln, wenn man ein Full House auf der Hand hat.

Oder zumindest einen Drilling.

Nikolas

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Mittwoch, 5. Januar 2011

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Heute hatte ich keine Zeit zum traden. 21.43 Uhr, der Tag ist vorbei. Ich will mir trotzdem den Chart anschauen. Es gab heute eine deutliche Ausweitung der Vola. Das war endlich mal ein vergleichsweise langer Tag, erst runter, dann tüchtig rauf, insgesamt doppelt so lang wie gestern. Eine steigende Vola in einem Aufwärtstrend bedeutet aber… dass der Kurs demnächst fallen wird.

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Ich habe jedenfalls eine kleine Short-Position eröffnet. Und bin heute nachmittag, um 14:40 Uhr, nach den Zahlen, short gegangen im EUR/CAD. Die Position liegt leicht im Plus.

Ob daraus ein Trend wird? Wer weiß das schon. Die Zeit wird es lehren…

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Nikolas

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Dienstag, 4. Januar 2011

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Wie sieht der Markt jetzt und heute aus, 15:31?

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Erneut ein kleines Gap-Up von 35 Punkten. Und das von gestern wurde auch nicht geschlossen. Es hat seine Unterkante bei 11.539 Punkten. Ich wette, dass es in den nächsten Tagen geschlossen wird.

Ob das Gap von heute geschlossen wird? Jedenfalls wäre das Close von gestern bei 11604 Punkten eine gute Long-Einstiegschance.

Mal schauen.

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Nachtrag, 21:50 Uhr: Es kam dann doch wieder ganz anders. Der Markt machte einen deutlich tieferen Abstecher nach unten, ehe er drehte.

Ich habe mich total am Nachmittag im Dax verfranst. Long und short. Kein guter Tag für mich. “Strategy Shift”, nennt das der Profi. Abweichen von der ursprünglich gefassten Strategie.

Egal. Das hier ist ja nur Training.

Einen schönen Abend noch!

Nikolas

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Montag, 3. Januar 2011

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Nein, keine guten Vorsätze für dieses Jahr. Ich bin ja schon perfekt:

http://zenhabits.net/perfect/

Die vergangenen zwei Wochen… ach… da gäbe es viel zu erzählen… ein anderes Mal…

Zurück zum alltäglichen Brot. Der YM:

Heute, am ersten Tag des Jahres… geht die Jahresendralley lustig weiter. 15:44 Uhr, ich bin eben long gegangen. So sieht der Chart heute aus:

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Meine Prognose: Der Markt macht heute keine Rücksetzer, sondern marschiert weiter bis zum R 3 – dem letzten Pivot-Point. Da habe ich ein Limit gesetzt.

Was die vertikale grüne Linie bedeutet? Sie misst die Länge des Vortages – und trägt sie ab auf dem aktuellen Tag. Denn die Erfahrung zeigt ja – dass die Tage oft gleich lang sind. Dass sich Vola nur bei extremen Ereignissen ausweitet. Darum stellt die obere grüne Line ein

Aber heute herrscht Kaufpanik.

Möglicherweise.

Man weiß ja nie.

Nachtrag: Und so war es dann leider nicht – der Kurs kam nicht über die Range hinaus. Beim abendlichen Ausverkauf (ich saß in der Kneipe) bei Null ausgestoppt.

Nikolas

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Dienstag, 21. Dezember 2010

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Die Analyse ging gestern auf: Der Dow fischte unter dem Tagestief die Stops weg und drehte dann wieder nach oben.

Ich bin ziemlich exakt am Tagestief long gegangen bei 11448  (ich handle CFDs bei IG Markets) und habe gegen 21:30 40 Punkte höher glattgestellt. Der Ausstieg war nicht ideal. Ich hatte spekuliert, dass der Markt nochmal das Tageshoch erreicht, er lief aber nur bis zur Eröffnung und fiel dann wieder.

Ich hätte die Position entweder über Nacht halten sollen (das gute an IG ist – dort werden rund um die Uhr Kurse gestellt, man hat also kein Gap-Risiko) oder bei der Eröffnung per Limit rausgehen sollen.

Am Ausstieg muss ich weiter arbeiten.

Was ist jetzt los am Markt, Dienstag, 21.12.2010, 15:30 Uhr?

Tüchtiges Gap-Up von 35 Punkten, man sieht es zwischen der dünnen blauen Linie (Close von gestern) und der dicken blauen Linie (Open von heute). Ich habe zur Eröffnung eine winzige spekulative Position short eröffnet, darauf spekulierend, dass das Gap geschlossen wird…

Der Plan also: Am Close von gestern ist noch eine Pivot-Linie, bei 11418. Dort würde ich schauen, was der Kurs macht. Dreht er, stelle ich das Short glatt, und gehe long, bis zum Tageshoch…

Schließlich sind wir kurz vor Weihnachten. Da haben alle gute Laune und der Markt sollte steigen.

Ansonsten aber weiterhin: winzige Positionen, da null Vola – man erkennt es auf diesen Charts, sie zeigen die ATR über 66, 22 und 5 Tage. Die Vola ist im Keller!!!

Nachtrag 18:35: Nach einer halben Stunde bin ich raus aus meiner Short-Position. Der Markt hängt fest. Alle schon im Urlaub.

Morgen nachmittag bin auch ich nicht am Rechner.

Donnerstag auch nicht.

Zwischen den Jahren spiele ich Playmobil mit meinen Kindern.

Also: bis nächstes Jahr!

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Nikolas

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Montag, 20. Dezember 2010

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Wer allein tradet, verliert. Bei mir zumindest ist das so. Also trade ich ab sofort öffentlich.

Ich habe vieles probiert – und mich im Lauf der Zeit darauf spezialisiert, die Eröffnung des amerikanischen Marktes zu handeln. Dann ist Vola, dann sind alle wach, dann treffen Europa und Amerika aufeinander. Und dieser Termin passt gut in meinen Tag – dann kann ich mich für eine Stunde aus meiner sonstigen Arbeit ausklinken. (Außerdem handle ich Forex im 4-Stunden-Chart)

Heute, jetzt, an diesem Montag um 16:33 Uhr, sieht der YM, also der Mini-DOW-Future so aus:

Ihr erkennt die vielen waagerechten Linien. Ich handle grundsätzlich nur an diesen Linien, NICHT im Niemandsland dazwischen.

Hier die Erklärung:

Blau dünn: Vortages-Close. Blau dick:  Open

dünne Linien mit Zahl rechts: Pivot-Linien

Grün: Vortageshoch und -tief. Dazwischen liegen ganze 59 Punkte. Also: die Vola geht gegen Null. Weshalb ich heute aller Vorraussicht nach gar nicht handle. Lohnt sich einfach nicht. Der Markt steht seit Tagen still. Da fällt das Geldverbrennen leicht (Am Freitag hatte ich viel Zeit und habe viel gehandelt. Leider zu meinem Schaden, in einem Beton-Markt.)

Heute würde ich nur handeln, wenn Tageshoch- oder tief touchiert werden. Das sind die fett gestrichelten Linien, die jene Bewegung signalisieren, die YM bis 15:30 Uhr gemacht hat. Beide Linien sind mit einem Alarm versehen. Würde der Kurs darunter fallen, würde ich im 88-Tick-Chart

… long gehen. Mit einem betont engen Stop. Aber wie gesagt, nur, wenn der Alarm ausgelöst wird.

Also: Erstmal weiterarbeiten.

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Nikolas

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