Porträt Birger Schäfermeier, Daytrader

Gibt es einen bekannteren Trader in Deutschland? Hier erzählt Birger Schäfermeier, wie er sein Handwerk gelernt hat, warum er jeden Morgen einen mentalen Selbstcheck macht und wie er einen Verlust von 320.000 Euro weggesteckt hat.

Herr Schäfermeier, warum ist Trading eigentlich so faszinierend?

Vielleicht, weil es ein Abbild des Lebens ist. Weil sich alles, was es im Leben gibt, an den Märkten widerspiegelt. Alle Hochs, alle Tiefs, alle Krisen, alle Glückssträhnen, alle Pechsträhnen, Augenblicke, in denen alles passt oder alles schiefläuft. Und wie im echten Leben muss man lernen, auf all das angemessen zu reagieren.

Wie lange haben sie gebraucht, um profitabel zu traden?

Sechs bis sieben Jahre.

Und wie haben sie es gelernt?

Durch Versuch und Irrtum. Durch Erfahrung. Wie ein Kind, dass auf die Herdplatte fasst und merkt: Die ist heiß.

Sie hatten keinen Mentor?

Nein. Wenn es ihn gab, habe ich nicht gewusst, wie ich ihn hätte finden können. Als ich mit dem Trading begann, Anfang der 1990er Jahre, gab es höchstens in einigen Banken hauptberufliche Händler. Erst ab Mitte der 1990er Jahre, mit dem Internet, hatten private Trader in Deutschland einen schnellen, fairen Zugang zu den Märkten. Wenn Sie so wollen: Ich bin ein Überlebender der Trader-Generation eins in Deutschland.

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Ein schwüler Sommertag. Donnergrollen über Düsseldorf. In einer Seitenstraße der Königsallee, in einem unscheinbaren Sechzigerjahrebau, liegt Schäfermeiers Firma. Ein großer Klassenraum, gegenüber einige Büros. Ein Praktikant serviert Kaffee. Schäfermeier, schwarzes Nike-T-Shirt, weiße Hose, schwarze Schuhe, tradet mit einem Laptop, es steht aufgeklappt vor ihm, möglich, dass er eine Position laufen hat, jedenfalls schaut er im Minutentakt auf den Bildschirm, das ganze dreistündige Gespräch über. Auf dem Schreibtisch liegt eine Audio-CD: „Mentale Stärke im Golf“, hier und da Papierstapel, nebenan, durch eine Glaswand getrennt, sitzen zwei Mitarbeiter vor ihren Rechnern, man denkt: eine Jungs-WG, oder: ein Büro aus New Economy-Tagen.

Ich bin zum dritten Mal hier: Ein Mal habe ich Schäfermeiers eintägigen Daytrading-Kurs besucht und gelernt, wie man Eröffnungen im DAX handelt. Und ich war bei seinem kostenlosen Live-Trading. Jeden ersten Freitag im Monat, wenn in den USA die “Non-Farm-Payroll” veröffentlicht wird, DER Market-Mover schlechthin, lässt sich Schäfermeier von 30 Männern (kommt da jemals eine Frau?) über die Schultern blicken. Plaudert aus dem Nähkästchen. Schon ziemlich souverän und großzügig, das.

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Wie hat bei Ihnen alles begonnen? Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Trade?

An meinen ersten spekulativen Trade, ja. Ich habe einen Optionsschein auf Kaufhalle gekauft, eine Warenhauskette, die längst vom Markt verschwunden ist. Ich hatte den Tipp aus der Zeitung. Ich bin also zur Sparkasse gegangen, habe dem Schalterbeamten die Wertpapier-Kenn-Nr. des Scheins genannt, die hatte ich mir vorher rausgeschrieben, und wollte auf die Ausführungsbestätigung warten, aber nein, sagte der Herr, „die schicken wir Ihnen per Post.“

Die kam am nächsten Tag tatsächlich, ich habe gleich Videotext angemacht, um zu schauen, wo steht der Schein, und siehe da, ich stand im Plus. Prima. Mein Plan war, bei 20 Prozent Gewinn zu verkaufen. Nach einigen Tagen war es soweit, ich habe voll Freude bei der Bank angerufen und die Verkaufsorder gegeben. Doch eine halbe Stunde später ruft jemand von dort zurück und sagt, dass ich den Schein direkt vom Emittenten gekauft hätte, er sei noch nicht börsennotiert, ich könne frühestens in zwei Wochen verkaufen. Also habe ich nach der Schule weiter fleißig Videotext geschaut.

Einmal am Tag?

Ganze Nachmittage lang. Zum Leidwesen meiner Geschwister, da ich den einzigen Fernseher blockierte. Irgendwann drehte der Kurs, und als ich den Schein schließlich verkaufen konnte, hatte ich den mentalen point of no return schon überschritten, jenen Punkt, ab dem man so tief im Verlust steht, dass man sich sagt: Nee, jetzt verkaufst du auch nicht mehr, sondern hoffst nur noch. Nach einigen Monaten endete die Laufzeit des Scheins. Mein erstes spekulatives Investment war ein Totalverlust. Und weil ich ein kleines Konto hatte, war es zugleich das erste Konto, das ich plattgemacht habe.

Hat der Verlust Sie angespornt?

Aber ja. Nun wollte ich es richtig wissen. Ich fühlte mich bei meiner Ehre gepackt. Ich habe relativ zügig begonnen, viel mit Optionsscheinen zu handeln, auf Währungen, auf den Bund, den DAX. Das waren alles Meinungstrades, Tipps aus der Zeitung, „hört sich gut an, die Story“, „sieht vielversprechend aus“, was auch immer, jedenfalls besaß ich keinerlei Strategie.

Was für Charts haben Sie benutzt?

Man kann es sich das heute kaum vorstellen, wie schwer – und teuer – es für private Trader war, an Charts zu kommen. Irgendwann konnte man über Bildschirmtext Kurse abfragen, aber eine Abfrage kostet 10, 20 Pfennig, das war viel für mich. Irgendwann gab es die ersten Chart-Programme, mit denen man sich End of Day-Daten herunterladen konnte, oder man bekam am Ende der Woche eine Diskette mit den Kursen geschickt.

Ich habe diese Charts dann endlos analysiert. Es begann eine riesige Odyssee durch alle möglichen Methoden der technischen Analyse. Ich probierte es mit Gann-Fächern, Elliot-Wellen, Fibonacci Retrace­ments, Candlesticks … die klassische Suche nach dem heiligen Gral.

Mit welchem Ergebnis?

Dass man dieses ganze Zeug vergessen kann. Der Markt lässt sich nicht prognostizieren. Es gibt Trends, den „Weg des geringsten Wiederstandes“, in dessen Richtung sich der Markt wahrscheinlich bewegen wird, ein Ausdruck des großen amerikanischen Spekulanten Jessie Livermore. Aber einzelne Marktbewegungen vorherzusagen, nach dem Motto: Der Markt ist jetzt 21 lang Tage gestiegen und wird nun 5 Tage lang fallen und dabei das und das Retracement erreichen… das ist absoluter Humbug.

Kurz und gut: Ich hatte ich keine Methode. Ich hatte eine Meinung und hielt daran fest. Wenn ich Recht hatte, verdiente ich mit den hoch gehebelten Scheinen viel Geld, wenn ich falsch lag, bekam ich tüchtig auf die Nase. Mein Konto verdoppelte oder halbierte sich innerhalb einer Woche.

Sie stammen aus einem evangelischen Pfarrershaushalt. Wie fanden Ihre Eltern Ihr Hobby?

Sie waren nicht begeistert, aber sie haben mich unterstützt. Sie haben gesagt: Es ist deine Entscheidung, was du mit deinem Geld machst. Wenn du dir keine Mofa kaufen willst, sondern es an der Börse ausgibst, bitte. Als ich meine ersten Aktien gekauft habe, war ich noch nicht volljährig, da haben sie für mich unterschrieben.

Ab wann wussten Sie: Ich will Trader werden?

Das war mir spätestens klar, als ich mein Abitur machte, 1989. Wobei ich keine Ahnung hatte, wie ich Trader werden sollte. Wollte man damals an der Börse arbeiten, musste man zu einer Bank gehen. Aber wer sagte einem, dass man dann nicht in der Kreditabteilung landete? Eine Weile lang habe ich darüber nachgedacht, nach London oder Chicago zu ziehen, dorthin, wo es viele reine Trading-Firmen gibt. Am Ende habe ich das gemacht, was alle machen, wenn sie noch nicht genau weiter wissen: Ich habe erstmal studiert. Ich habe mich in Essen für Volkswirtschaftslehre eingeschrieben und nebenher weiter getradet. Das Studium hat mich ziemlich enttäuscht, wir lernten Modelle, die mit der Wirklichkeit wenig zu tun haben, viel Mathematik, wenig Psychologie, fast nichts über das, was die Märkte wirklich bewegt, aber ich hatte das Studium angefangen, also habe ich es auch zu Ende gemacht.

Wie haben Sie das Geld fürs Traden verdient?

Indem ich Studentenpartys organisiert habe. Ich hatte seit Schulzeiten eine mobile Diskothek, die ich verliehen habe. Es gab drei Anlagen, eine für kleine Partys, eine für mittlere, eine für richtig große Partys, zu denen manchmal zwei, dreitausend Leute kamen. Damit konnte ich relativ schnell Geld verdienen für das nächste Tradingkonto.

Wie hieß die Firma?

Blackout Music.

Und Sie waren der DJ?

Manchmal, ja.

Und haben mit dem Party-Geld ihr nächstes Trading-Konto gefüttert.

Genau. Kleine Depots haben extreme Nachteile: Mit ihnen ist es fast unmöglich, ein vernünftiges Risk-Management zu machen. Ich jedenfalls war dafür viel zu ungeduldig. Ich habe mich, was weiß ich, für irgendeine Währung oder den DAX entschieden und mit wenigen Trades mein Konto riskiert. Entweder verdoppelte es sich, oder ich musste die nächste Party organisieren…

Das klingt nicht so, als hätten ihnen die Verluste besonders weh getan.

Stimmt. Vielleicht war es für mich zu leicht, das Geld zu verdienen, als dass es mich sonderlich geschmerzt hätte. Aber ich habe ohnehin keinen sehr engen Bezug zum Geld. Ich gehöre nicht zu denen, die möglichst viel Reichtum horten möchten. Für viele Menschen bedeutet Geld: Sicherheit. Diese Leute sollten sich gut überlegen, ob sie Trader werden sollen. Denn beim Trading geht es um Risiken, es geht immer auch ums Verlieren, wer auf Sicherheit aus ist, tradet ängstlich, nimmt Gewinne zu früh mit, all das. Die erfolgreichen Trader, die ich kenne, sind Menschen, die relativ frei in ihrem Denken sind und wenig Angst haben.

Waren Sie als Student ein erfolgreicher Trader?

Sie werden es nicht glauben, aber einige Tage lang war ich sogar richtig reich. Ich hatte ein System, dass so ähnlich funktioniert wie „Wer wird Millionär?“. Ich habe Optionsscheine gekauft, die weit aus dem Geld lagen, und sie verkauft, wenn ich entweder 100 Prozent gewonnen oder 50 Prozent verloren hatte.  Es genügen ja acht Verdopplungsschritte, um aus 5000 eine Million zu machen. So habe ich tatsächlich eine Million D-Mark verdient.

Heute weiß ich, dass ein solches System – ohne jedes vernünftige Risiko-Management – nur sehr niedrige Erfolgschancen hat. Angenommen, man hat eine Trefferquote von 50 Prozent, dann hat eine Serie von acht Gewinnen hintereinander eine Wahrscheinlichkeit, die irgendwo zwischen zwei und drei Prozent liegt. Aber zum einen habe ich mir mehrere Versuche gegönnt, zum anderen gibt es ja diese Zeiten, in denen einem alles gelingt und wo man komplett gut drauf ist. In so einer Zeit habe ich es geschafft.

Natürlich habe ich diesen extremen Gewinn nicht auf Glück zurückgeführt, oder günstige Umstände, sondern dachte: Ich kann’s! Und natürlich konnte ich nicht aufhören. Natürlich bin ich bei extremen Positionsgrößen geblieben, und habe mal eben 300.000 Mark verwettet. Du verlierst, denkst aber, nicht schlimm, du hast ja noch 700.000. Gut, nächstes Investment, da investierst du wieder 200.000 und plötzlich sind es nur noch 500.000. Mist, denkst du, vorgestern hattest du noch eine Million, jetzt nur noch die Hälfte. Was ja immer noch mehr ist, als die meisten besitzen. Aber du kommst eben nicht auf die Idee, dann zu sagen: Stop, Pause, hier atme ich mal durch. Ich habe nicht durchgeatmet und es hat nicht lange gedauert, da war das ganze Geld wieder futsch.

Wie fühlte sich dieser Verlust an?

Weniger schrecklich als man denken könnte. Denn ich habe das Geld ja nie wirklich besessen. Die Bedeutung von Geld  begreift man erst dann, wenn man es ausgibt. Hätte ich mir für eine Million Mark schöne Dinge gekauft hätte und wäre am nächsten Tag der Gerichtsvollzieher gekommen und hätte mir diese Dinge wieder weggenommen – dann hätte ich den Verlust gefühlt. So aber war es nicht real, sondern nur eine Zahl. Und das war vielleicht auch das Problem.

Als ich noch Broker war, kam eines Tages mein Chef herein, er war gerade Vater geworden und hatte einen Kinderwagen für 300 Mark gekauft. Der war real. Mein Chef sagte: Das Geld hole ich mir jetzt wieder – und sagte zu mir, ich solle ihm einen FDAX-Kontrakt kaufen. Ich habe zum Telefon gegriffen und ihm einen Dax geordert. Mein Chef hätte nur drei Punkte gebraucht, um die 300 Mark zu verdienen, aber wie es das Schicksal so will, der Markt geht direkt runter. Irgendwann sage ich zu ihm, dass er zehn Punkte hinten liegt. Kein Problem, sagt er, kaufen Sie noch einen Kontrakt. Am Ende des Tages hat er so viel verloren, dass er sich von dem Geld 30 Kinderwagen hätte kaufen können.

Was man daraus lernt? Wenn man tradet, sollte man nicht an reale Sachen denken. Sonst verkrampft man komplett. Die Zahl, die da steht, muss eine Zahl bleiben.

Andererseits: Wenn der Rechner aus ist, sollte man sich auch mal klar machen, dass das echtes Geld ist. Am Ende des Monats ziehe ich immer alles Geld, was über einer bestimmten Summe liegt, von meinem Konto ab. Und kaufe mir auch jedes Mal etwas, damit mein Unterbewusstsein wirklich begreift, dass ich etwas verdient habe. Und sei es ein neuer Golfschläger, irgendein Mist, aber diese Belohnung muss sein.

Wie lange haben Sie als Broker gearbeitet?

Von 1993 bis 1998, zunächst als Praktikant und Trainee, dann als Mitarbeiter, schließlich als Vorstand, weil ich und zwei Kollegen per Management-Buyout die Trading-Abteilung der Brokerfirma übernommen haben. Das war 1997. Von 1997 habe ich dann hauptsächlich mit meiner Firma auf eigene Rechnung getradet und wir haben nur noch einige Kunden betreut.

Haben Sie als Broker viele Menschen gewinnen sehen?

Es gab mehrere, die zwischenzeitlich viel Geld verdient haben, aber letztlich nur einen, der dauerhaft erfolgreich war. Der kam zu mir und sagte, er werde jeden Monat 10.000 Mark von seinem Konto abziehen. Ich dachte: Jaja, red du mal. Aber er hat es tatsächlich geschafft. Der hatte für jeden Trade einen Stop, was schon mal ungewöhnlich ist, denn die wenigsten Menschen mögen Stops. Ein Stop ist der Punkt, ab dem klar ist, dass man Unrecht hatte, und das hören die wenigsten gern. Dieser Mann kannte sich aus, und, ganz wichtig, er hat nichts anderes gemacht. Er hat sich nur aufs Trading konzentriert. Alle anderen Kunden hatten ein anderes Geschäft, besaßen eine Firma, waren angestellt. Und sind damit von vornherein denen unterlegen, die den ganzen Tag die Kurse im Auge haben.

Und es gab andere, die erst viel gewonnen und dann wieder alles verloren haben?

Genau. Ich erinnere mich an einen Kriminalkommissar, der irre viel Geld mit zwei Internet-Aktien gemacht hat, die er als Penny-Stocks entdeckt hat. Aber als der Bullenmarkt 2000 vorbei war und die Kurse runterkamen, hat er alles wieder verloren. 2006, mitten im nächsten Bullenmarkt, habe ich ihn zufällig getroffen, er erzählte mir, er habe seine Erfolgsstory noch einmal wiederholen können, dieses Mal hatte er auf Solarwerte gewettet. Keine Frage, er hatte ein gutes Gespür. Aber ob es ihm beim zweiten Mal gelungen ist, das Geld zu behalten? Ich fürchte nicht.

Was hat er falsch gemacht?

Vor allem eines: Er wusste, wann man einsteigt, aber nicht, wann man aussteigt. Und er hatte kein vernünftiges Risk- und Money-Management. Und das ist bekanntlich viel wichtiger als der richtige Einstieg.

Ich möchte Ihnen von einem anderen Fall erzählen: Ein Kunde, ein Unternehmer, hat im Bullenmarkt der 1990er Jahre unheimlich viel verdient. Immer, wenn der Dax 100 Punkte runter kam, hat er gekauft. Klingt erstmal blöd, aber im Bullmarkt funktioniert so etwas, denn früher oder später geht der Markt ja wieder nach oben. Vier, fünf Jahre lang habe ich das verfolgt, wobei ich aus eigener Erfahrung wusste, dass es irgendwann schief geht. Irgendwann dreht der Markt, er ist nun mal keine Einbahnstraße, und dann wird dieser Mensch alles verlieren. Wir haben uns oft darüber unterhalten, und jedes Mal, wenn der Markt wieder oben war, musste ich mir anhören: Sehen Sie, es hat funktioniert.

Dann kam die Asien-Krise, der Markt brach ein, es ging tiefer und tiefer. Der Mann war 20, 30 Dax-Kontrakte long, ein Punkt waren 100 Mark, irgendwann war auch er verunsichert und sagte sich: Ich gehe lieber raus, vielleicht fällt der Markt noch einmal 200 oder 300 Punkte, das Geld spare ich mir und baue die Position etwas tiefer wieder auf.  Er stellte seine Position ungefähr 40 Punkte vor dem Tief glatt. Ab da ging der Markt nur noch nach oben, und wie wir alle wissen, lief er sehr schnell nach oben. Ich hab ihn nie wieder spekulieren sehen. Ich denke, in dem Moment hat ihn der Markt psychisch geknackt. Ich habe das bei vielen Leuten erlebt, sie haben irgendwann so eine genockt bekommen vom Markt, das sie nicht mehr erfolgreich traden konnten.

Wie viel hat der Mann verloren?

Ungefähr eine Million Mark.

Er hatte also keine Kriterien, die ihm sagten: Jetzt ist der Bullenmarkt erstmal vorbei.

Nein, so etwas interessierte ihn nicht. Er glaubte fest an sein System. Das ist es ja: Menschen können unheimlich viel Geld mit einem nicht funktionierenden System verdienen, wenn sie auf die richtigen Marktbedingungen treffen. Wobei ihnen dann nicht bewusst ist, dass sie das Geld nur aus einem glücklichen Zufall verdienen. – Wollen Sie eine dritte Geschichte hören?

 

Das war der erste Teil des Interviews. Bitte registrieren Sie sich – dann können Sie kostenlos den ganzen Artikel lesen. Ihre Email-Adresse verwende ich vertraulich und gebe sie nicht an Dritte weiter.

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